Zwei Buchstaben, die verbinden: EM

Das Titelbild habe ich ausgewählt, um niemanden zu nahe zu treten, der gerade total im Fussballfieber ist. Die Griechen sind ja leider nicht bei der EM dabei aber ich hätte vermutlich auch bei dieser Mannschaft mitgefiebert, mitgejubelt und vielleicht auch mitgeweint. Eigentlich ist es doch ganz praktisch, wenn man empathisch veranlagt ist. Man hat das Glück, sich voll in eine Sache reinhängen zu können, ganz egal ob man vorher Bundesliga, Champions League, Premier League oder auch garnichts von alldem gesehen hat. Man muss weder die Spieler beim Namen nennen können noch unbedingt wissen, was ein Abseits ist, um die EM genießen zu können.

Die Top 10 Serotoninausschütter am Semesterende haben Elisabeth und ich euch bereits hier zusammengefasst. Die EM bietet die Möglichkeit, einige Nummern aus unserer persönlichen TopTen-Liste auf einen Schlag abzuarbeiten. Wir waren in letzter Zeit häufig Fussballschauen, obwohl nicht immer der Gewinner der Herzen (alias Österreich) gespielt hat – dafür gibt es einige gute Gründe, die ich euch ans Herz legen möchte.

Die EM ermöglicht es,

  1. eine neue Bar als Stammkneipe zu verankern. (Das ist in unserem Fall bereits geschehen).
  2. sich über Tormänner zu freuen, die ein torloses Spiel zu einer Welle des Glücks stilisieren. (Danke Alma).
  3. Spritzer oder Bier zu trinken, ohne an morgen zu denken – denn was wäre bitte Sport ohne Bier? Genau: Nichts. Schließlich muss man nach einem gelungenen Anstoß erstmal anstoßen 😉
  4. sich innerhalb einer Gruppe aus Leuten, die man eigentlich garnicht kennt, ziemlich wohl zu fühlen, da alle gemeinsam bangen, zittern, hoffen, sudern und schreien.
  5. einen Stolz, der nichts mit irgendeiner politischen Gesinnung zu tun hat, zu entwickeln. So ein Nationalteam zu unterstützen hat schon einen anderen Flair als eine Mannschaft anzufeuern, mit der einem nichts verbindet.
  6.  endlich einen weiteren plausiblen Grund zu finden, sich mit all jenen Leuten zu verabreden, die man schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Fussball verbindet tatsächlich.
  7. nach einem Spiel, egal ob es zur Freude oder Entrüstung beigetragen hat, feiern zu gehen. Beide Szenarios eines Spielausganges sind Grund genug, die Freunde und Freundinnen einzupacken, um den Emotionen bei einem „Nach-dem-Spiel-ist-vor-dem-Spaß“ freien Lauf zu lassen.
  8. endlich mitreden zu können. Wer kennt den keine typischen Männerstammtischgespräche, bei denen es um Fussball geht? Als Frau oder als fussballscheuer Mann wird man da ziemlich schnell ziemlich blass und hat meistens null Ahnung, um was es denn gerade geht – bis jetzt zumindest, denn nun gibt’s die EM und 8 gute Gründe, sich mitreißen zu lassen 🙂

 

(c) SEROTONINFABRIK
Text & Foto: Julia

 

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