Serotonin: Der Schmied unseres Glücks.

Was macht dich glücklich?

Denke doch einmal zurück an einen Situation, die dich so richtig glücklich gemacht hat. Kannst du dich jetzt ganz spontan an einen persönlichen Glücksmoment zurück erinnern? Ja? Sehr gut, denn oftmals ist das gar nicht so einfach.

In unserem alltäglichen Leben gehen nämlich die Momente des kleinen Glücks schnell unter und werden vom Trott des Alltags überdeckt. Denkt man allerdings einmal genauer darüber nach und achtet darauf, werden einem eine ganze Menge kleiner besonderer Momente des Tages bewusst: Die Tasse Kaffee, die einem am Morgen erst richtig wach macht, das Lied, das einem in den letzten Minuten des Workouts die benötigte Kraft gibt oder die Sonnenstrahlen, die einem in der Mittagspause ins Gesicht scheinen.

Für jeden einzelnen sind diese Momente einzigartig und ganz persönlich. Jeder hat eine andere Vorstellung vom Glück und auch davon was es bedeutet, glücklich zu sein. Chemisch gesehen ist das ganz anders. Oder einfacher gesagt: es gibt nur einen Herr im Haus (und natürlich viele kleine Helfer). Dieser Herr heißt Serotonin und ist dafür verantwortlich, ob du dich nun glücklich oder weniger glücklich fühlst.

Serotonin ist ein Hormon und Neurotransmitter (das eine Art Botenstoff ist) und kommt vor allem im Gehirn und im Rückenmark, im Darmnervensystem und dem Herz-Kreislauf-System vor. Die bekannteste Wirkung von Serotonin bezieht sich auf die Stimmungslage: Serotonin kann uns nämlich in eine gelassene und ruhige Stimmung versetzen. Somit werden ganz einfach schlechte Gemütszustände, wie beispielsweise Angst, Kummer und Aggressivität, verdrängt. Aus diesem Grund wird Serotonin auch häufig als DAS Glückshormon bezeichnet.

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Neben Serotonin spielen auch noch andere kleine Helfer eine große Rolle: Wie zum Beispiel das Hormon Oxytocin (welches auch netterweise als Kuschelhormon bezeichnet wird , weil es beispielsweise beim liebevollen Kuscheln vermehrt ausgeschüttet wird), Endorphine (so etwas wie kleine Motivationsbolzen, die auch für das Runner’s High verantwortlich sind) oder der Neurotransmitter Dopamin. Diese werden in bestimmten Situationen vom Gehirn ausgeschüttet und können in enger Zusammenarbeit unsere Stimmung heben.

Was kann uns helfen glücklicher zu werden?

Einfach gesagt alles das, was uns auch gut tut. Essen zum Beispiel. Wenn wir eine leckere Mahlzeit zu uns nehmen, macht uns das wahrscheinlich glücklich. Oder auch regelmäßige körperliche Aktivität, obwohl das nicht auf jeden von uns zutreffen mag.

Auch in vielen Lebensmitteln ist Serotonin vorhanden. Jetzt werden viele ganz schnell an Schokolade gedacht haben und ja – ihr habt Recht, in Schokolade ist eine gewisse Dosis Serotonin vorhanden. Mehr davon findet man jedoch in frischem Gemüse und Obst, wie beispielsweise in Kochbananen, Ananas, Bananen, Kiwis, Pflaumen, Tomaten und eben auch Kakao (aus dem bekanntlich unsere geliebte Schokolade hergestellt wird).

Dennoch können wir mit der Ernährung unsere Stimmung nur in einem gewissen Maße beeinflussen, da das mit der Nahrung aufgenommene Serotonin nicht so einfach ins Gehirn spazieren kann (da es die so genannte Blut-Hirn-Schranke nicht so einfach passieren kann). Das heißt es nutzt nichts, wenn ihr euch mit Schoki und Bananen vollstopft – wirklich helfen kann im Gegensatz Bewegung – oder eine gute Mischung davon.

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Wichtig ist, wie bei vielem im Leben die Balance: Zu viel von dem einen oder dem anderen ist niemals gut. Es ist besonders entscheidend, dass man für sich ganz persönlich Dinge finden, die einen glücklich machen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Stück Schokolade (ja, ein Stück) oder einem Glas Rotwein (ja, ein Glas) am Abend? Oder einmal wieder den Sonnenuntergang zu bewundern? Es gibt viele kleine Dinge, die man in seinem Alltag ändern kann um sein Leben ein wenig glücklicher zu gestalten.

Einer meiner liebsten Tricks um die kleinen Dinge des Alltags wertschätzen zu lernen ist der „Kaffeebohnen-Trick“. Am Morgen nach dem Anziehen gibst du 10 Kaffeebohnen in deine rechte Hosentasche und jedes Mal, wenn dir etwas Nettes passiert oder du eine besondere Begebenheit hast, gibst du eine Kaffeebohne von deiner rechten Hosentasche in die linke. Du wirst sehen, dass an beinahe allen Tagen alle Kaffeebohnen von rechts nach links gewandert sind. Es wird dir dann ganz bestimmt einfacher fallen, dich an die kleinen Dinge zurückzuerinnern und diese auch wertzuschätzen.

Probiert den Trick doch einmal aus und lässt mich wissen, was euch bei diesem Experiment so aufgefallen ist!

(c) SEROTONINFABRIK
Text & Fotos: Elisabeth

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